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Entwurfsprojekt im Fachgebiet Produktdesign der weißensee kunsthochschule berlin mit Unterstützung der Dräger Safety AG & Co. KGaA | Sommersemester 2022

Die öffentliche Wahrnehmung und Rolle von Unternehmen, welche Atemschutz und Beatmungstechnik anbieten können, hat sich in der Pandemie stark verändert. Welche Potentiale liegen darin? Wie breit können Schutz und Sicherheit zukünftig gedacht werden und wie müssten sich sowohl das Selbstverständnis als auch die Angebote einer Firma wie Dräger verändern? Im mittlerweile dritten Kooperationsprojekt der Dräger Safety und dem Fachgebiet Produktdesign der weißensee kunsthochschule berlin war der Markenkern Drägers „Technik für das Leben“ Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Unternehmensfelder, Anwendungsbereiche, Produktkonzepte oder Dienstleistungen. Konstruktiv, kritisch, vielleicht auch dystopisch haben sich Studierende der offenen Fragestellung genähert und Szenarien dafür entwickelt, was Sicherheit (zukünftig) bedeuten kann und muss.
Welche Gefährdungen sind in Zukunft denkbar? Welche gibt es schon und werden zu wenig beachtet oder werden in Zukunft weiter zunehmen? Welche Menschen, Regionen oder Einsatzfelder sind unterrepräsentiert? Wo sind Anwendungen im Alltag von Menschen zu erwarten, wo in Extrem- und Ausnahmesituationen und was bedeutet das für den Begriff „Sicherheit“? Welche Möglichkeiten der Prävention gibt es und letztendlich, wie kann Dräger seiner Verantwortung gerecht werden, die eigenen Produkte und Prozesse umweltfreundlicher und sicherer zu gestalten? In diesem Rahmen wurden Produktkonzepte entwickelt, die relevant, nützlich und vorausschauend sind und sich in die Kompetenzen, Geschäftsbereiche und das Markenversprechen der Dräger AG integrieren lassen. Entsprechend der offenen Fragestellung sind die Ergebnisse vielfältig: Services und Prozesse, digitale Plattformen und Interfaces sowie konkret dingliche Produktkonzepte.

Dräger Safety ist Technologie Führer im Bereich Atemschutz und Gasmesstechnik. Im Kern setzt sich das Sortiment aus Sensoren, die Gefahrenstoffe in der Luft messen und überwachen, sowie Filtern und Masken, die Menschen vor verunreinigter Luft schützen, zusammen. Komplementiert werden die Produkte durch ein Portfolio an Dienst- und Serviceleistungen sowie Software- und Analyse-Tools. Dräger Safety unterstützte das Projekt als Kooperationspartner – sowohl mit fachlichem Input und Ansprechpartnern als auch durch die Übernahme von Reisekosten und Förderung der Prototypisierungen.

Betreuung: Prof. Nils Krüger, Olaf Thiele, Anna Runge, Constanze Vogt

in Kooperation mit Dräger Safety Ag & Co KGaA : Lisa Maschmeyer, Moritz Haass, Michael Bocks, Oliver Bornholdt, Livio Fornasiero, Oliver Harnack, Jan Hoelterling, Helge Olsson, Steffen Teuber, Celina Thiemann, Timm Wallrodt, Lennart Wenzel

Studierende: Minh Phuc Pham, Carolina Sprick, Cord Matheo Romahn, Paul Engelmann, Sewon Kim, Carlo Melerski, Pascal During, Edwin Huhn, Wei-Ping Lu, Sarah Leicher, Ivan Modeß, Kateryna Borysiuk, Leonard Neuberger, Lucia Schmitz, Meret Sonnenschein

Preventive Assist

Lucia Schmitz, Meret Sonnenschein

In der heutigen Chemieindustrie stellt nicht mehr der Umgang mit Gefahrstoffen, sondern die psychische Belastung der ArbeiterInnen eine zentrales Risiko dar. Der steigende Fachkräftemangel und konstantes Multitasking führen zur Überlastung einzelner Arbeitskräfte.
Zukünftige Industrieanlagen werden über einen digitaler Zwilling ihrer Anlage verfügen. Dieser entsteht aus Daten zur internen Firmenstruktur, materiellen Anlage sowie zur Person. Mithilfe von Dräger-Sensoren kann der digitale Zwilling zudem um Echtzeitdaten erweitert werden. Das Servicesystem Preventive Assist nutzt die Informationen dieses Zwillings, um einen Mehrwert für Arbeitnehmer zu schaffen. Arbeitskräfte werden in ihrem Alltag von einer AR-Schutzbrille begleitet. Über diese Brille stellt Preventive Assist Informationen zum Arbeitsablauf, wie Warn- und Sicherheitshinweise, zur Verfügung. Es kann auf eventuelle Wissenslücken sowie fehlende Ortskenntnis eingegangen werden. Auch in der Arbeitsplanung werden die Arbeitenden entlastet: basierend auf den personenbezogenen Daten werden sie für Einsätze eingeteilt.
Mit Preventive Assist agiert Dräger als neutraler Dritter zwischen Arbeitgeber und -nehmer:innen, was einen sensiblen Umgang mit Daten sichern kann. Preventive Assist unterstützt Arbeitgeber:innen, einer Überlastung der Arbeitenden durch Beachtung ihrer individuellern Bedürfnisse entgegenzuwirken.

 
 

 

 

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Preventive Assist nutzt Informationen zur internen Firmenstruktur, des digitalen Zwillings und einzelnen Arbeitenden. Im Fokus stehen hierbei personen- bezogene Daten, die es ermöglichen auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter:innen einzugehen.
Preventive Assist unterstützt Arbeitsprozesse durch unterschiedliche Serviceangebote.
Das Planen von Einsätzen und Abläufen wird durch die Desktop Version von Preventive Assist unterstützt. Die Begleitung der Arbeiter:innen im Arbeitsalltag durch den Preventive Assist kann mobil oder stationär geschehen. Eine Entlastung der Arbeitenden im mobilen Einsatz wird durch das Nutzen von AR-Brillen unterstützt. Aus den persönlichen Daten und Präferenzen der Mitarbeitenden werden individuelle Nutzerprofile generiert. Jedes Profil entwickelt sich mit dem Wissensstand des Mitarbeitenden und wird so fortlaufend aktualisiert.
Individuelle Hinweise zum Arbeitsablauf, um Wissen zu festigen und Auszubildende in ihren Positionen zu stärken.
links: Warnhinweise beim Betreten bestimmter Bereiche. rechts: Organisatorische Informationen über die Abläufe und Regelungen von Einsätzen in gewünschter Sprache.

Dräger Air Playground

Paul Engelmann, Sewon Kim

Luftqualität hat eine große Bedeutung für die Gesundheit aller Menschen und spielt eine immer wichtigere Rolle. Mit dem Dräger Air Playground öffnet Dräger dieses sehr komplexe Thema für die Gesellschaft und macht es für Kinder in einer spielerischen Umgebung erfahrbar.
Bei der Aufbereitung von verschmutzter Luft wird diese schrittweise durch immer feinere Filter – zum Beispiel in einer Maske – gesogen. In meistens vier Stufen wird die Luft von Staub und Feinstaub bis hin zu Bakterien und Viren befreit. Dieses Prinzip wird im Dräger Air Playground übertragen. Er besteht aus einem modularen Spielplatzsystem in dem Kinder spielerisch kaskadierte Hindernisse überwinden. In vier Filterstufen lernen sie didaktisch durch Körpererfahrung der immer enger werdenden Strukturen über das Filterprinzip. Der Filterzyklus endet mit einem Hindernis, dasnur noch von „Sauerstoffbällen“ überwunden werden kann, während „Virusbälle“ zu groß sind. Unterstützt wird der Lernprozess von kindgerechten Texten und Illustrationen, die der aktuellen Filterstufe entsprechen.
Mithilfe von Dräger Gasmesstechnik und Luftfiltern wird außerdem sichere Umgebungsluft gewährleistet. Diese gesammelten Daten sind für Eltern beziehungsweise Erwachsene per QR-Code nachvollziehbar. Durch einen Tunnel kann der Spielzyklus erneut durchlaufen werden – ähnlich dem wiederholten Atmen durch eine Maske. Mit dem Air Playground positioniert sich Dräger als Spezialist für Gasmesstechnik und Atemschutz mit einem Mess- und Filtergerät.

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Je nach Filterstufe werden unterschiedliche Verunreinigungen aus der Luft gefiltert. Bei einer herkömmlichem Atemschutz werden zunächst gröbere Partikel und zuletzt Krankheitserreger und toxische Gase gefiltert.
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Die Bälle ergänzen die Illustrationen durch eine weitere haptische Lernerfahrung. Sie können 100% recyclingfähig aus Zuckerrohr hergestellt werden.
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Eine Lichtleiste am Eingang signalisiert die momentane
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Luftqualität und ein ergänzender QR Code stellt begleitenden Erwachsenen genauere Informationen über die Kostbarkeit von guter Luft und Daten sowie die verbaute Mess- und Filtertechnik zur Verfügung.
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Der Spielplatz wird aus vorgefertigten, einheitlichen Elementen zusammengesetzt und kann so gut transportiert und aufgebaut werden. Die Elemente können mobil aber auch stationär eingesetzt und ergänzt werden.

Dräger Bridge – Für ein sicheres Miteinander

Minh Phuc Pham, Carolina Sprick, Cord Matheo Romahn

Durch das stetige Wachsen von Städten und urbanen Ballungsräumen, müssen Wohngebiete und Industriestandorte lernen auf engerem Raum zu koexistieren. Potenzielle industrielle Emissionen aber verunsichern die Anwohner:innen. So werden sie und die Industrie zu Kontrahenten.
Die digitale Plattform Dräger Bridge ermöglicht Aufklärung durch einen transparenten Informationsaustausch zwischen beiden Parteien. Die spezifischen Luftqualitätsdaten eines dichten Sensornetzwerks bieten die technisch fundierte Gesprächsgrundlage. Die Sensoren sind im Stadtbild gut einsehbar und spiegeln die tagesaktuellen Messwerte durch farblich codiertes Lichtfeedback wider. Auf einer webbasierten Plattform können Passant:innen durch die Navigation innerhalb der Messwerte das Licht interaktiv verändern. Je nach Interesse kann auf die informativen, partizipativen sowie dialogischen Formate der Plattform zugegriffen werden. Die interaktive Karte „Schau’s dir an“ zeigt Anlageninformationen und aktuelle Messwerte der Sensoren. Im „Mach mit“- Format können Anwohner:innen sich an aktuellen Umfragen und Abstimmungen zu nachbarschaftsrelevanten Themen beteiligen. Der Chatbot Orbit beantwortet akute Fragen, reagiert auf Sorgen und nimmt Beschwerden und Vorschläge auf.
Dräger Bridge ermöglicht somit Anwohner:innen und Industriestandorten Differenzen beizulegen und gemeinsam die Qualität des geteilten Lebensraums zu erhöhen.

Die Partizipationsfunktionen der Dräger Bridge werden durch ein dichtes Luftmonitoring Netzwerk unterstützt. Im Radius von mindestens einem Kilometer um den Industriestandort werden die allgemeine Luftqualität, sowie industriespezifische Schadstoffe gemessen. Diese Daten werden per LoRaWAN an die Plattform geleitet und dort für Anlagenbetreiber und Anwohner:innen aufbereitet.
Verschiedene Screens aus der Dräger Bridge Anwohner Anwendung. Das Interface Design der Dräger Bridge ist auf Nutzerfreundlichkeit und erhöhte Zugänglichkeit ausgelegt. Die Plattform für Anwohner ist über einen Browser aufrufbar und erfordert keine App.
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Chatbot Orbit im Nutzer:innengespräch. Chatbot Orbit erkennt die Browsersprache der Nutzer:innen und spricht diese freundlich – aber seriös – in der präferierten Sprache an.
Sensor Laterne
Aufbau der Sensoreneinheit: Die Sensoreinheit ist per Plug’n’Play mit bis zu acht Sensoren ausstattbar. Jeder Sensor misst einen anlagenspezifischen Stoff. So können die Messungen auch spontan angepasst werden. Die Stoffe sind jeweils mit eigenen Farben codiert. Dieses modulare System bietet eine einfache Wartung und Instandhaltung.

ReCover Service

Edwin Huhn, Wei-Ping Lu

Pandemien verursachen hohe Erkrankungszahlen. Infizierte müssen sich für die Dauer der Infektion isolieren und ihrer Arbeit fernbleiben. Dies gilt auch, wenn die Infektion wenig bis keine Symptome hervorruft und die betroffene Person sich gesund und leistungsfähig fühlt. Ein Erscheinen am Arbeitsplatz ist aufgrund der Infektionsgefahr dennoch ausgeschlossen. Handelsübliche FFP2-Masken bieten hohen – jedoch keinen absoluten – Schutz.
Der ReCover Service ermöglicht die Rückkehr von symptomfreien Infizierten an den Arbeitsplatz. Ermöglicht wird dies durch die ReCover Maske. Diese ist darauf optimiert Außenstehende zu schützen. Der Service beinhaltet die Distribution und Aufbereitung der Masken vor Ort. Das schafft einen geschlossenen Produktkreislauf am Einsatzort.
Die ReCover Maske dient dezidiert dem Schutz nicht-infizierter Personen. Ein Drucksensor prüft deshalb ständig, ob die Maske korrekt getragen wird. Sobald das nicht der Fall ist, werden Träger und Außenstehende durch LEDs gewarnt. Das gibt dem Träger die Möglichkeit, den Sitz seiner Maske zu korrigieren.
Für maximalen Komfort ist ein Ventil verbaut: Dank dieses Ventils kann der Träger komfortabel einatmen – nur die ausgeatmete Luft wird gefiltert. Damit die ReCover Maske maschinell gereinigt werden kann, ist sie modular aufgebaut. Alle Teile lassen sich austauschen und einfach reinigen. Die Aufbereitung der Masken erfolgt in einer Service-Station am Arbeitsplatz.

Die erste ReCover Maske wird von einem Kurier geliefert
So wird sichergestellt, dass er die Maske schon auf dem Weg zur Arbeit tragen kann
Bei richtiger Nutzung leuchtet eine grüne LED
Wird die Maske falsch getragen, warnt eine rote LED
Die Übergabe der Masken erfolgt kontaktlos über einen freizugänglichen Spender
Gebrauchte Masken werden in einen Sammelbehälter gelegt
In einer Service-Station erfolgt dann die Aufbereitung
In einem speziellen Pausenraum kann die Maske sicher abgenommen werden
Die faltbare ReCover Maske in einer Textilhülle.
LEDs signalisieren, ob die ReCover Maske richtig genutzt wird.

HIVE MIND – Ein Kommunikationssystem für den Katastrophenfall

Sarah Leicher, Ivan Modeß

Infolge des Klimawandels nehmen Naturkatastrophen drastisch zu. Krisen wie Dürren, Stürme oder Überflutungen werden zum Wettlauf gegen die Zeit. Speziell im Fall von Waldbränden sind Rettungskräfte auf lückenlose Kommunikation mit Bevölkerung und Behörden angewiesen. Derzeit ist die Kommunikation zwischen Rettungskräften, Kommunen und Bevölkerung noch indirekt, ohne klare Priorisierung und langsam. Dies kostet die Rettungskräfte personelle Kapazitäten und Zeit.
Über die Kommunikationsplattform HIVE MIND werden im Katastrophengebiet schlagartig alle Betroffenen erreicht: Mittels flächendeckendem SMSService werden via Cell Broadcasting automatisch und frühzeitig Warnhinweise gestreut.
In der HIVE-MIND-App können Anwohner Informationen sowohl untereinander als auch mit Rettungskräften teilen. Alle Informationseingaben werden von den HIVE-MIND-Algorithmen thematisch in Newsfeeds sortiert und hierarchisiert.
Als zweites zentrales Element nutzt HIVE MIND eine Karte, auf der die wichtigsten Informationen visuell verortet sind. Rettungskräften wird es so beispielsweise möglich, den GPS-Standort von zahlreichen Nutzern zu erkennen und intensiv gefährdete Hotspots zu priorisieren.
Die eingespeisten Daten werden durch selbstlernende Algorithmen und von erfahrenen Mitarbeitern ausgewertet. Für zukünftige Katastrophen wird der Informationsfluss effektiviert. Die Bevölkerung wird automatisch hilfreich informiert. Das entlastet die Rettungskräfte erheblich.

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Auf dIm HIVE MIND System werden Daten und Informationen von Akteuren gesammelt, ausgewertet und auf zwei Wegen wiedergegeben. So können die wichtigsten Informationen effizient weitergegeben werden.er einen Seite können Nutzer*innen die Tasche halten und auf der anderen Seite die Plattform am Tragegriff.
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In der HIVE MIND App kann die Bevölkerung Informationen von verschiedenen Quellen einsehen, aber auch eigene Beobachtungen teilen. Mit der Karte werden die Informationen visuell verortet. So hat jeder die Möglichkeit sich über die Plattform zu beteidigen.
Stadt Ansicht
Die Gebietsaufteilung in HIVE MIND erfolgt abhängig von der Reichweite der Mobilfunkmasten. Bei einer Katastrophe werden App und Cell Broadcast parallel genutzt.
Cell Broadcast wird vor, während und nach der Katastrophe genutzt um Informationen und Warnungen im jeweiligen Sendebereich zu verschicken.
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Sollte sich die Gefahr ausbreiten kann HIVE MIND die Funkmasten der anliegenden Funkgebiete nutzen, um zu warnen. Etwa bei Rauchbelastung (B) oder Feuerausbreitung (C).

Relieve

Carlo Melerski, Pascal During

Relieve ist eine Plattform, die Menschen mit Atembeschwerden bis Atemnot unter die Arme greift und im Alltag entlastet. Atemnot ist ein weitverbreitetes Problem – verursacht durch Asthma, Allergien, Stress und vielem mehr.
Oft kommen die Beschwerden unvorhergesehen, was die Betroffenen zusätzlich belastet. Mithilfe eines Trackers messen wir Körperdaten wie Blutsauerstoffsättigung, Puls und Atemfrequenz. Diese Daten werden an die dazugehörige App übertragen, dort gesammelt und ausgewertet. DieAuswertung
findet über einen Algorithmus statt, der dabei auf die gesammelten Daten aller Nutzer:innen zugreift und sukzessiv wiederkehrende Schemata erkennbar macht. Je intensiver der Service genutzt wird, desto mehr lernt die K. I. die Nutzer kennen und kann indivualisierte Ratschläge geben.
Wenn nach einer gewissen Zeit ein sicheres Muster erkannt wurde, können Atembeschwerden kurz vor dem Auftreten erkannt werden. Auch ist es den Nutzer:innen möglich Wohlbefinden und Beschwerden durch einen Daily Check zu dokumentieren. Anschließend werden die Nutzer:innen mit anschaulichen Atemübungen oder individueller Hilfe unterstützt, welche die Symptome lindern können oder durch präventive Maßnahmen gar nicht erst auftreten lassen. Die K. I. wertet alle Nutzergruppen aus und findet gemeinsame Merkmale.

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Auf der Unterseite des Trackers befinden sich Magnete um ihn mit dem Armband verbinden zu können. Somit ist es möglich ihn an verschiedenen Bändern und Halterungen zu befestigen. Auch der Verschluss des Bandes ist magnetisch und verstellbar Die Sensoren des Trackers befinden sich an der Unterseite und haben stetigen Hautkontakt. Bedient wird der Tracker mit einem einzigen Knopf auf der Oberseite. Das Bedienen dieses Knopfes schaltet den Tracker an und stellt zugleich eine Verbindung zum Smartphone her.
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Die Relieve App besteht aus drei wichtigen Bereichen. Diese hier stellt tagesaktuelle Informationen wie die Luftqualität, aktuelle Körperdaten und Hinweise für Medikamenteneinnahmen oder andere personalisierte Erinnerungen dar.
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Auf der nächsten Seite geht es um personenbezogene Daten, welche mithilfe der Relieve-KI ausgewertet werden. Diese werden grafisch dargestellt und durch ergänzende Informationen der Nutzerin oder des Nutzers präziser.
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Hier können mithilfe einer grafisch animierten Darstellung und praktischen Hinweisen Atemübungen durchgeführt werden. Diese können präventiv genutzt werden, aber auch in akuten Fällen von Atembeschwerden Abhilfe schaffen.

preVent – Das System für Schutz und präventive Vorsorge

Kateryna Borysiuk, Leonard Neuberger

In Industrie und Handwerk entstehen Emissionen wie Feinstaub, Lärm und Lösemittelgase. Die Notwendigkeit für persönliche Schutzausrüstung am Arbeitsplatz aber leuchtet oft nicht ein. Unbemerkt entwickeln sich gesundheitliche Langzeitschäden, die zu hohen Kosten und schlimmstenfalls zu Arbeitsunfähigkeit führen. Damit das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung für Arbeitende eigenmotiviert und selbstverständlich wird, muss das gegenwärtige Risiko progressiver Schädigung verstanden sein.
Die individuelle Gesundheitsbelastung am Arbeitsplatz bemisst sich an drei Faktoren: der Menge der Emissionsart, der Dauer der Emissionsbelastung und daran, ob Arbeitsschutz getragen wird.
Diese Faktoren werden von „preVent“ ermittelt. Das System besteht 1) aus Sensorgeräten, die die Emissionen messen, 2) aus Transpondern, die den Ein- und Austritt in den Gefahrenbereich detektieren und 3) aus Sensoren auf der Schutzausrüstung, die erkennen, ob eben diese getragen wird. Diese individuellen Daten werden auf einem Server gesammelt, synchron kombiniert und interpretiert.
Mithilfe einer Applikation auf dem Smartphone wird die gewonnene Information für die Betroffenen abrufbar: Tagesaktuell können sie die tatsächliche Emissionsbelastung nachvollziehen und zugleich erkennen, ob sie sich wirksam schützten. Auch rückblickend ist eine Langzeitauswertung möglich.„preVent“ ist ein Meilenstein im Arbeitsschutz. Erstmals gewinnen Arbeitnehmer:innen Einblick in den eigenen Gefährdungs- und Schutzstatus. Sie werden präventiv zum Arbeitsschutz motiviert.

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Transponder dedektieren den Ein- und Austritt in den Gefahrenbereich. Die Sensoren (1) auf der Schutzausrüstung erkennen, ob diese getragen wird. Die Information wird an die Sensorgeräte (2) übermittelt, die die Emissionen messen. Die gesammelte Information wird an einen Server (3) weitergeleitet, der diese auswertet und an ein Endgerät (4) sendet, wo die Infomation induividuell zugeschnitten, dargestellt wird.
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Die Schutzausrütung wird mit einem Chip versehen, der als Transponder funktioniert. Dieser Chip wird mit Klettverschluss an der Schutzausrüstung befestigt. Mithilfe von Wärmeerkennung oder Sensoren, die auf das elektromagnetische Feld der tragenden Person reagieren, kann erkannt werden, ob die Schutzausrüstung getragen wird. Die Chips werden in einer speziellen Station gelagert und via Induktion aufgeladen.

Mithilfe einer Applikation auf dem Smartphone werden die zusammengefassten Daten für die Betroffenen abrufbar.
Dazu gehören: wie viele Arbeitsstunden wurden insgesamt gearbeitet und wie viele Stunden davon wurde keine PSA (persönliche Schutzausrüstung) getragen. Die Langzeitauswertung protokolliert die Emission von Lärm, Staub und Gas sowie den Gesundheitszustand.

Die Langzeitauswertung wird als Graph dargestellt. Durch die generierten Daten werden Prognosen zum erwartbaren Gesundheitszustand möglich. Die Prognose basiert auf der Auswertung des Schutzverhaltens am Arbeitsplatz. Der Graph zeigt drei Kurven im Verhältnis an: mit PSA, ohne PSA, den tatsächlichen Schutz- beziehungsweise Belastungsstatus. Zusätzlich sind die Gesundheitsrisiken durch Emissionsbelastungen auf Dauer abrufbar. Zudem gibt es ein anonymes Rankingsystem: Es sollte den Nutzer motivieren Punkte zu sammeln, nachdem die PSA am Arbeitsort getragen wurde.

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