Proneboard
Ein adaptives Surfbrett für Menschen mit Querschnittlähmung im Reha- und Surfschulkontext
Menschen mit Querschnittlähmung stoßen beim Zugang zum Meer auf zahlreiche Hürden. Der Weg über den Strand ist kaum allein zu bewältigen, angepasste Hilfsmittel sind teuer, improvisiert oder gar nicht vorhanden. Aktuelle Surfbretter und Hilfsmittel bieten oft keine flexible Anpassung an unterschiedliche Bedürfnisse, viele adaptive SurferInnen bauen ihre Lösungen selbst. Besonders im Reha- und Kurskontext fehlen einfache, modulare Systeme, die sich an wechselnde NutzerInnen anpassen lassen. Diese Arbeit setzt genau dort an – mit dem Ziel, Zugang, Teilhabe und Gestaltung neu zu denken und adaptives Surfen im Alltag zu verankern.
Das Proneboard-System vereint Surfbrett, Module und Transporthilfe zu einer funktionalen, zugänglichen Einheit. Reduzierte Volumen, fließende Übergänge und wiederkehrende Details wie Langlöcher, weiche Radien und abgeschrägte Geometrien prägen das Gesamtbild. Alle Elemente sind modular, einfach nutzbar und wirken dennoch wie aus einem Guss. Das Design schafft Sichtbarkeit für Teilhabe und unterstützt selbstbestimmte Bewegung im Wasser.
Die Transportlösung ist auf unterschiedliche Nutzungsszenarien ausgelegt. Sowohl eine sitzende Position für längere Wege als auch eine liegende für den direkten Einstieg ins Wasser sind möglich. Ein offener Rückenbügel ermöglicht beide Varianten.
Der Wagen ist leicht, stabil und auf das Wesentliche reduziert. Große Ballonräder erleichtern das Ziehen auf weichem Sand – ohne Kraftaufwand oder Spezialausstattung.
Griffe und Stützen bilden die zentrale Verbindung zwischen Körper, Brett und Wasser. Sie geben Halt, Orientierung und Kontrolle. Alle Module sind frei kombinierbar und an drei Positionen montierbar.
Zwei feste Griffe hinten dienen als Beinbegrenzung und als Assistengriffe. Vorn ist ein integrierter Transportgriff zum Ziehen des Proneboards vorgesehen.
Bachelorarbeit 2025 | Janine Fingerle
Betreuung: Prof. Nils Krüger, Prof. Dr. Judith Dobler
